Lehrberuf des Monats September 2026: Bürokauffrau/Bürokaufmann
Eine Lehre als Bürokauffrau oder Bürokaufmann passt zu dir, wenn du gerne planst, sorgfältig arbeitest, mit Menschen kommunizierst und verstehen möchtest, wie verschiedene Abteilungen eines Betriebs zusammenwirken. Der Beruf ist weit mehr als „nur am Computer sitzen“: Je nach Lehrbetrieb arbeitest du etwa im Einkauf, Verkauf, Marketing, Personalwesen, Rechnungswesen, Kundenservice oder in der Organisation von Veranstaltungen.
Ganz wichtig: Bürokaufleute sorgen dafür, dass Informationen, Termine, Unterlagen und Abläufe im Unternehmen zur richtigen Zeit bei den richtigen Personen ankommen.
Der österreichische Lehrberuf Bürokaufmann/Bürokauffrau dauert regulär drei Jahre und wird dual ausgebildet: Du lernst direkt im Betrieb und ergänzt dein Wissen in der Berufsschule.
Was ist eine Bürokauffrau oder ein Bürokaufmann?
Bürokaufleute übernehmen organisatorische, kaufmännische und kommunikative Aufgaben. Sie machen interne Abläufe verlässlich, nachvollziehbar und effizient.
Eine Bürokauffrau oder ein Bürokaufmann ist eine Fachkraft für die administrativen und kaufmännischen Aufgaben eines Unternehmens. „Administrativ“ bedeutet: Du hilfst dabei, Informationen, Dokumente, Termine und Prozesse zu verwalten und zu organisieren. „Kaufmännisch“ bedeutet: Du beschäftigst dich mit wirtschaftlichen Abläufen, zum Beispiel Angeboten, Bestellungen, Rechnungen, Kundendaten oder Kosten.
Der Lehrberuf ist in Österreich in vielen Branchen verbreitet. Denn fast jedes Unternehmen braucht Menschen, die zuverlässig organisieren, kommunizieren und mit digitalen Büroanwendungen arbeiten können. Das kann ein Industriebetrieb sein, eine Bank, ein Gewerbebetrieb und viele andere Unternehmen.
Wolfgang Pucher, Bildungsexperte der Industriellenvereinigung Kärnten über die tiefen Einblicke des Lehrberufs: „Wer eine Bürokauffrau-/Bürokaufmann-Lehre macht, lernt nicht nur Büroarbeit, sondern versteht Schritt für Schritt, wie aus vielen einzelnen Aufgaben ein funktionierender Unternehmensalltag entsteht.“
Was bedeutet „duale Ausbildung“?
Die Bürokauffrau- oder Bürokaufmann-Lehre ist eine duale Ausbildung. Das heißt: Du lernst an zwei Lernorten.
- Im Lehrbetrieb: Du arbeitest praktisch mit, beobachtest erfahrene Kolleg:innen, übernimmst Aufgaben und lernst betriebliche Abläufe kennen.
- In der Berufsschule: Du vertiefst fachliches Wissen, etwa in Wirtschaft, Rechnungswesen, Kommunikation, Office-Anwendungen und kaufmännischen Grundlagen.
Diese Verbindung ist besonders wertvoll: Du lernst nicht nur theoretisch, wie eine Rechnung, ein Angebot oder eine Bestellung funktioniert. Du siehst auch, wie diese Unterlagen im konkreten Betrieb verwendet werden.
Warum die Lehre Bürokauffrau/Bürokaufmann für viele Jugendliche interessant ist
Der Beruf bietet einen breiten Einstieg in unterschiedliche Branchen und Unternehmensbereiche. Du entwickelst Fähigkeiten, die in vielen Jobs gefragt sind: Organisation, Kommunikation, digitale Kompetenz und kaufmännisches Verständnis.
Viele Jugendliche wissen nach der Pflichtschule noch nicht genau, in welcher Branche sie später arbeiten möchten. Genau hier kann die Bürokauffrau oder Bürokaufmann-Lehre eine gute Grundlage sein. Du legst dich nicht ausschließlich auf ein einzelnes Fachgebiet fest, sondern lernst kaufmännische Abläufe kennen, die in zahlreichen Unternehmen ähnlich funktionieren.
Ein Angebot schreiben, einen Termin organisieren, Kundendaten pflegen, Bestellungen vorbereiten, eine Rechnung kontrollieren oder eine Besprechung dokumentieren: Solche Aufgaben gibt es in kleinen Familienbetrieben ebenso wie in großen Unternehmen.
Welche Vorteile der Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann hat
- Du sammelst von Beginn an echte Berufserfahrung.
- Du erhältst während der Lehrzeit eine Lehrlingsentschädigung.
- Du lernst wirtschaftliche und digitale Grundlagen, die branchenübergreifend nützlich sind.
- Du hast Einblick in verschiedene Abteilungen und mögliche Spezialisierungen.
- Du arbeitest mit Kolleg:innen, Kund:innen, Lieferant:innen und anderen Ansprechpartner:innen zusammen.
- Du kannst nach der Lehre beruflich einsteigen, dich weiterbilden oder eine Lehre mit Matura nutzen.
Wichtig ist aber auch: Der Beruf passt nicht automatisch zu allen. Wenn du ausschließlich handwerklich, technisch im Freien oder sehr körperlich arbeiten möchtest, können andere Lehrberufe besser zu dir passen. Eine gute Berufsentscheidung beginnt damit, ehrlich auf die eigenen Interessen, Stärken und Erwartungen zu schauen. Eine Übersicht über alle Lehrberufe findest du auf inlehre.at.
Welche Aufgaben hat eine Bürokauffrau oder ein Bürokaufmann?
Deine konkreten Aufgaben hängen stark vom Unternehmen und von der Abteilung ab. Typisch sind Organisation, Kommunikation, Schriftverkehr, Datenverwaltung sowie die Unterstützung von kaufmännischen Prozessen.
Die Arbeit einer Bürokauffrau oder eines Bürokaufmanns ist abwechslungsreich, weil viele unterschiedliche Aufgaben zusammenkommen. Du bist häufig eine wichtige Schnittstelle zwischen Kolleg:innen, Führungskräften, Kund:innen, Lieferant:innen und externen Partner:innen.
| Aufgabenbereich | Was du konkret machst | Warum diese Aufgabe wichtig ist | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Terminorganisation | Termine koordinieren, Besprechungsräume reservieren, Einladungen versenden, Kalender aktualisieren. | Teams können effizient zusammenarbeiten und Fristen besser einhalten. | ||||||
| Schriftverkehr | Briefe, E-Mails, Protokolle, Angebote oder Vorlagen erstellen und formatieren. | Das Unternehmen kommuniziert klar, professionell und nachvollziehbar. | ||||||
| Datenverwaltung | Kontaktdaten pflegen, Unterlagen ablegen, digitale Ordner strukturieren, Listen aktualisieren. | Wichtige Informationen sind schnell auffindbar und aktuell. | ||||||
| Rechnungswesen | Rechnungen vorbereiten, Eingangsrechnungen prüfen, Belege zuordnen, Zahlungsunterlagen vorbereiten. | Finanzielle Abläufe bleiben geordnet und transparent. | ||||||
| Einkauf und Verkauf | Angebote vergleichen, Bestellungen vorbereiten, Liefertermine kontrollieren, Kundendaten bearbeiten. | Waren und Dienstleistungen können rechtzeitig beschafft oder verkauft werden. | ||||||
| Personal und Organisation | Unterlagen vorbereiten, interne Informationen aufbereiten, Schulungen oder Veranstaltungen unterstützen. | Interne Abläufe und Zusammenarbeit funktionieren besser. |
Wie unterscheiden sich die Aufgaben je nach Betrieb?
Ein Lehrling in einem kleinen Unternehmen bekommt oft einen breiten Einblick: Du unterstützt vielleicht am Vormittag die Buchhaltung, bearbeitest nachmittags Anfragen von Kund:innen und hilfst danach bei einer Bestellung. In einem großen Unternehmen arbeitest du möglicherweise länger in einzelnen Abteilungen und lernst dadurch deren Abläufe besonders genau kennen.
In einem Industriebetrieb kannst du zum Beispiel mit Aufträgen, Lieferterminen, Lagerinformationen und Produktionsplanung zu tun haben.
Tipp: Frage beim Schnuppern oder im Bewerbungsgespräch konkret nach: „Welche Abteilungen lerne ich kennen?“, „Welche Aufgaben übernehme ich im ersten Lehrjahr?“ und „Gibt es eine fixe Ansprechperson für Lehrlinge?“
Welche Fähigkeiten du für die Lehre brauchst
Du musst zu Beginn nicht alles können. Entscheidend sind Lernbereitschaft, Sorgfalt, Interesse an Organisation sowie ein respektvoller Umgang mit anderen Menschen.
Viele Jugendliche fragen sich vor der Bewerbung: „Muss ich besonders gut in Mathematik sein?“ oder „Muss ich alle Office-Programme schon perfekt beherrschen?“ Die klare Antwort lautet: Nein. Grundkenntnisse helfen, aber in der Lehre bist du da, um zu lernen.
Wichtiger als fertiges Spezialwissen sind persönliche Stärken und die Bereitschaft, Aufgaben Schritt für Schritt zu übernehmen.
Diese Eigenschaften helfen dir besonders
- Organisationstalent: Du behältst Aufgaben, Termine und Unterlagen möglichst gut im Blick.
- Sorgfalt: Du kontrollierst Namen, Zahlen, Daten, Anhänge und Fristen genau.
- Kommunikationsfähigkeit: Du kannst freundlich, klar und respektvoll sprechen und schreiben.
- Digitale Offenheit: Du bist bereit, Programme, interne Systeme und digitale Arbeitsweisen zu lernen.
- Verlässlichkeit: Du hältst Vereinbarungen ein oder gibst rechtzeitig Bescheid, wenn du Unterstützung brauchst.
- Diskretion: Du gehst verantwortungsvoll mit Daten, Dokumenten und vertraulichen Informationen um.
- Teamfähigkeit: Du arbeitest mit unterschiedlichen Menschen, Abteilungen und Arbeitsstilen zusammen.
Welche Schulfächer sind hilfreich?
| Fach | Warum es im Lehrberuf nützlich ist | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutsch | Für E-Mails, Briefe, Protokolle, Angebote und verständliche Kommunikation. | |||||||
| Mathematik | Für Rechnungen, Mengen, Preise, Rabatte, einfache Kalkulationen und Zahlenverständnis. | |||||||
| Englisch | Für internationale Kontakte, Begriffe in Software und Kommunikation mit Kund:innen oder Lieferant:innen. | |||||||
| Digitale Grundbildung | Für Textverarbeitung, Tabellen, E-Mail, Recherche, Datensicherheit und digitale Zusammenarbeit. | |||||||
| Wirtschaftliche Themen | Für ein besseres Verständnis von Unternehmen, Kund:innen, Kosten und Geschäftsprozessen. |
Welche digitalen Tools und Programme du kennenlernst
Digitale Arbeit gehört zum Beruf dazu. Welche Programme du verwendest, hängt vom Betrieb ab, doch die grundlegenden Fähigkeiten sind in vielen Unternehmen ähnlich.
In der Bürokauffrau- oder Bürokaufmann-Lehre arbeitest du meist regelmäßig mit digitalen Anwendungen. Dazu gehören Programme für Texte, Tabellen, Präsentationen, E-Mail, Kalender, Dokumentenablage und interne Kommunikation. In vielen Betrieben kommen außerdem branchenspezifische Systeme für Buchhaltung, Warenwirtschaft, Personalverwaltung oder Kundenmanagement hinzu.
Typische digitale Arbeitsmittel
- Textverarbeitung für Briefe, Protokolle, Vorlagen und Berichte.
- Tabellenkalkulation für Listen, Auswertungen, Termine, Mengen oder einfache Berechnungen.
- E-Mail- und Kalenderprogramme für Kommunikation, Aufgaben und Terminplanung.
- Digitale Ablagen und Dokumentenmanagement für eine strukturierte Speicherung von Unterlagen.
- Videokonferenz- und Chat-Tools für die Zusammenarbeit im Team.
- Unternehmenssoftware, zum Beispiel für Rechnungen, Bestellungen, Kund:innen oder Personal.
Wichtig ist nicht, ob du ein bestimmtes Programm bereits kennst. Entscheidend ist, dass du verstehst, wofür ein Tool genutzt wird, Daten sorgfältig eingibst und bei Unsicherheit nachfragst. Programme können sich ändern, aber strukturiertes Arbeiten bleibt eine zentrale Fähigkeit.
Warum Datenschutz und IT-Sicherheit wichtig sind
Im Büro arbeitest du häufig mit Namen, Adressen, Rechnungen, Vertragsunterlagen oder internen Informationen. Deshalb lernst du, Passwörter sicher zu verwenden, Dokumente nicht unbedacht weiterzugeben und E-Mails kritisch zu prüfen.
Ein einfaches Beispiel: Wenn eine E-Mail angeblich von einer bekannten Person kommt, aber zu einer ungewöhnlichen Zahlung, einem verdächtigen Link oder einer dringenden Passwortänderung auffordert, solltest du nicht einfach klicken. Du fragst im Betrieb nach und hältst dich an die internen Sicherheitsregeln.
Wolfgang Pucher, Bildungsexperte der Industriellenvereinigung Kärnten zu den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit im Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann: „Digitale Kompetenz heißt im Büro nicht nur, Programme bedienen zu können, sondern Informationen sicher, sorgfältig und verantwortungsvoll zu behandeln.“
Wie läuft die Ausbildung in den drei Lehrjahren ab?
Die Lehre baut schrittweise auf: Zuerst lernst du Grundlagen und einfache Routinen, später arbeitest du selbstständiger und verstehst komplexere kaufmännische Zusammenhänge.
Der Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann ist mit einer dreijährigen Lehrzeit eingerichtet. Die genaue Ausgestaltung im Alltag hängt vom Betrieb ab, orientiert sich aber an der österreichischen Ausbildungsordnung.
| Lehrjahr | Typischer Lernfokus | Beispiele für Aufgaben | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Lehrjahr | Orientierung, Grundlagen, betriebliche Abläufe kennenlernen. | E-Mails sortieren, Telefonate üben, Daten erfassen, Unterlagen ablegen, einfache Listen aktualisieren, Termine vorbereiten. | ||||||
| 2. Lehrjahr | Mehr Selbstständigkeit, kaufmännische Prozesse vertiefen. | Angebote oder Bestellungen mitbearbeiten, Rechnungen prüfen, Kund:innenanfragen bearbeiten, Besprechungen organisieren. | ||||||
| 3. Lehrjahr | Verantwortung, Zusammenhänge und Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung. | Eigene Aufgabenbereiche betreuen, Abläufe mitgestalten, komplexere Dokumente erstellen, Projekte unterstützen. |
Eine gute Lehrausbildung folgt nicht dem Prinzip „Du machst immer nur dasselbe“. Sie gibt dir genug Zeit zum Üben, erweitert deine Aufgaben schrittweise und erklärt, warum bestimmte Arbeitsabläufe wichtig sind.
So findest du heraus, ob der Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann zu dir passt
Du musst dich nicht nur auf Berufsbezeichnungen verlassen. Schnuppern, Fragen stellen und konkrete Aufgaben beobachten helfen dir viel besser bei deiner Entscheidung.
Der Name eines Lehrberufs erklärt nie alles. Zwei Lehrstellen als Bürokauffrau/Bürokaufmann können sich sehr unterschiedlich anfühlen: In einem Betrieb arbeitest du stark mit Kund:innen, im anderen eher mit Zahlen und Rechnungen. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Unternehmen kennenzulernen.
Diese Fragen helfen dir bei der Berufsentscheidung
- Arbeite ich gerne strukturiert und behalte ich Dinge gerne im Überblick?
- Kann ich mir vorstellen, regelmäßig zu schreiben, zu telefonieren und Daten zu bearbeiten?
- Mag ich es, wenn Aufgaben unterschiedlich sind und sich Prioritäten verändern?
- Interessiert mich, wie Unternehmen Geld verdienen, einkaufen, verkaufen und organisieren?
- Fällt es mir leicht oder möchte ich lernen, freundlich und klar mit verschiedenen Menschen umzugehen?
- Bin ich bereit, digitale Programme und interne Systeme zu lernen?
- Passt die Branche des Lehrbetriebs zu meinen Interessen?
Warum Schnuppern so wertvoll ist
Bei einer Schnupperlehre siehst du den Arbeitsalltag mit eigenen Augen. Du bekommst einen realistischen Eindruck vom Team, von der Arbeitsweise und vom Betrieb. Gleichzeitig kann das Unternehmen sehen, ob du interessiert, aufmerksam und zuverlässig wirkst.
Bereite dich darauf vor: Sei pünktlich, frage nach, mache dir Notizen und bedanke dich am Ende. Du musst nicht perfekt auftreten. Es reicht, wenn du zeigst, dass du lernen möchtest.
Wolfgang Pucher, Bildungsexperte der Industriellenvereinigung Kärnten über die Bedeutung der Schnupperlehre: „Die beste Berufsentscheidung entsteht selten allein durch eine Stellenanzeige – sie entsteht, wenn junge Menschen Aufgaben, Teams und Arbeitsalltag konkret kennenlernen.“
Was solltest du über die Lehrabschlussprüfung wissen?
Die Lehrabschlussprüfung zur Bürokauffrau/zum Bürokaufmann zeigt, dass du die beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten der Lehre beherrschst. Gute Vorbereitung entsteht nicht erst kurz vor der Prüfung, sondern durch laufendes Mitlernen im Betrieb und in der Berufsschule.
Die Lehrabschlussprüfung, kurz LAP, bildet den formalen Abschluss deiner Lehre. Sie umfasst Inhalte, die du während deiner Ausbildung gelernt hast. Dazu gehören je nach Prüfungsbereich kaufmännische Grundlagen, Schriftverkehr, Büroorganisation, Kommunikation und betriebliche Abläufe.
Die beste Vorbereitung ist ein strukturierter Lernalltag:
- Frage nach, wenn du einen Ablauf noch nicht verstehst.
- Führe eigene Lernnotizen zu wichtigen Arbeitsschritten.
- Übe regelmäßig statt alles kurz vor der Prüfung nachzuholen.
- Nutze Materialien aus der Berufsschule und Übungsaufgaben.
- Bitte im Betrieb rechtzeitig um Unterstützung bei Themen, die dir schwerfallen.
Denk dran: Wer im Arbeitsalltag versteht, warum ein Prozess funktioniert, kann ihn in der Lehrabschlussprüfung leichter erklären und anwenden.
Die wichtigsten Learnings zur Lehre Bürokauffrau/Bürokaufmann
Die Bürokauffrau oder Bürokaufmann-Lehre ist ein vielseitiger kaufmännischer Berufseinstieg. Sie passt besonders gut zu Jugendlichen, die organisiert, kommunikationsstark, sorgfältig und offen für digitale Arbeitsweisen sind.
- Die Lehre Bürokauffrau/Bürokaufmann dauert in Österreich regulär drei Jahre.
- Du lernst dual: praktisch im Betrieb und fachlich in der Berufsschule.
- Typische Aufgaben sind Kommunikation, Terminplanung, Schriftverkehr, Datenverwaltung, Rechnungen, Bestellungen und organisatorische Unterstützung.
- Der Arbeitsalltag ist je nach Branche, Betrieb und Abteilung unterschiedlich.
- Du musst vor Lehrbeginn keine perfekte Office- oder Buchhaltungsfachkraft sein – Lernbereitschaft und Sorgfalt sind wichtiger.
- Der Beruf eröffnet dir Einsatzmöglichkeiten in vielen Branchen und eine gute Basis für Spezialisierungen.
- Eine Schnupperlehre und konkrete Fragen an Lehrbetriebe helfen dir, die passende Lehrstelle zu finden.
FAQ zum Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann
Wie sieht ein typischer Arbeitstag in der Lehre aus?
Ein typischer Arbeitstag umfasst E-Mails, Telefonate, Terminplanung, Dokumente, Listen und die Abstimmung mit Kolleg:innen. Je nach Betrieb bearbeitest du auch Rechnungen, Bestellungen, Kund:innenanfragen oder Besprechungsvorbereitungen.
Muss ich den ganzen Tag am Computer sitzen?
Du arbeitest häufig am Computer, weil viele Büroaufgaben digital erledigt werden. Trotzdem besteht der Beruf auch aus Telefonaten, Gesprächen, Abstimmungen, Besprechungen, Organisation und – je nach Betrieb – Kontakt mit Kund:innen oder Lieferant:innen.
Arbeite ich nur in einem klassischen Büro oder auch in anderen Bereichen eines Unternehmens?
Du kannst in vielen Bereichen arbeiten, etwa in Buchhaltung, Einkauf, Verkauf, Personalwesen, Marketing, Kundenservice, Verwaltung oder Projektorganisation. In manchen Lehrbetrieben wechselst du während der Lehrzeit zwischen Abteilungen.
Muss ich Termine organisieren und Besprechungen vorbereiten?
Ja, das kann zu deinen Aufgaben gehören. Du lernst beispielsweise, Termine abzustimmen, Einladungen zu versenden, Räume zu reservieren, Unterlagen bereitzustellen und Ergebnisse in einem Protokoll festzuhalten.
Welche Aufgaben übernehme ich als Lehrling im ersten Lehrjahr?
Im ersten Lehrjahr lernst du grundlegende Abläufe kennen. Dazu gehören etwa Daten erfassen, Dokumente ablegen, E-Mails vorbereiten, Telefonate üben, Listen aktualisieren und bei der Termin- oder Besprechungsorganisation helfen.
Welche Betriebe bieten die Lehre Bürokauffrau/Bürokaufmann in Kärnten an?
Lehrstellen können unter anderem Industrie- und Handelsbetriebe, Banken, Versicherungen, Tourismusunternehmen, Kanzleien, öffentliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen und Interessenvertretungen anbieten. Aktuelle Stellen findest du über das AMS, die Lehrlingsstelle der WKO Kärnten, Lehrstellenplattformen, wie inlehre.at - der Plattform der Industrie für die Lehrlingsausbildung in Kärnten und die Karriereseiten von Unternehmen.
Dieser Artikel zum Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann wurde verfasst von Mag. (FH) Wolfgang Pucher, MA, Bildungsexperte der Industriellenvereinigung Kärnten und basiert auf den Informationen des AMS Österreich, dem Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS), der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) sowie aktuellen Branchendaten der Industriellenvereinigung Kärnten.