Was ist eine Schnupperlehre?

Was ist eine

Schnupperlehre?

 

Was willst du später einmal werden? Diese Frage hören junge Menschen immer wieder. Spätestens mit 14 oder 15 Jahren sollte man sich wirklich allmählich umsehen. Aber lass dich nicht verunsichern, wenn du noch nicht genau weißt, was dich interessiert und wo deine Stärken liegen. Denn die Schnupperlehre ist genau die richtige Gelegenheit für dich, um deinen Wunschberuf besser kennenzulernen. 

Was ist eine Schnupperlehre?

Die Berufspraktischen Tage (= „Schnupperlehre“) sind ein wichtiger Bestandteil der Berufsorientierung in der Schule. Durch Zuschauen, Fragen stellen und Ausprobieren verschiedener, einfacher Tätigkeiten, erhältst du die Gelegenheit, den jeweiligen Beruf und den Arbeitsalltag im Betrieb kennen zu lernen. So findest du heraus, ob deine Fähigkeiten, Wünsche und Vorstellungen wirklich zum Inhalt der Ausbildung passen. Möglicherweise entdeckst du aber auch ein neues Talent, das du besitzt und weiter ausbauen möchtest. Eine Schnupperlehre ist bestimmt die beste Möglichkeit, sich eine freie Lehrstelle zu sichern. Die Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen die künftigen Lehrlinge mit Hilfe der Berufspraktischen Tage (= Schnupperlehre) auswählen. Du lernst dabei mögliche Berufe und Ausbildungsbetriebe kennen. Außerdem kannst du gleich zeigen, was in dir steckt und den Ausbildungsbetrieb so auf dich aufmerksam machen.

Es gibt verschiedene Arten von Berufspraktischen Tagen:

  1. Schulveranstaltung: In den meisten Schulen (z.B. Neue Mittelschulen, Allgemeinbildende Höhere Schulen) werden berufspraktische Tage (Schnuppertage) angeboten, die man auf jeden Fall nutzen sollte. Diese finden auch während der Unterrichtszeit statt und dauern in der Regel 2 bis 5 Tage.
  2. Individuelle Berufsorientierung
    Die individuelle Berufsorientierung eröffnet einzelnen Schülern und Schülerinnen der 4. Klasse Neue Mittelschule/AHS-Unterstufe, der 8. und 9. Klasse der Sonderschule, der Polytechnischen Schule aber auch von weiterführenden Schulen die Möglichkeit, zum Zweck der individuellen Berufsorientierung an bis zu 5 Tagen unterrichtsfrei zu geben. Der Anstoß für die individuelle Berufsorientierung muss von den Schülern/Schülerinnen selbst beziehungsweise von deren Eltern kommen. Die Erlaubnis muss aber der Klassenvorstand erteilen.

Für die Altersgruppen der Variante B (individuelle Berufsorientierung) und für ältere Jugendliche (z.B. in weiterführenden Schulen) ist außerdem eine individuelle Berufsorientierung außerhalb der Unterrichtszeit (z. B. in den Ferien) im Ausmaß von höchstens 15 Tagen pro Betrieb und Kalenderjahr möglich. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung der Eltern und eine geeignete Aufsichtsperson im Betrieb.

Schulen haben den Schnupperkalender 2021/22

Ob von der Schule organisierte Berufsorientierungstage oder eigenverantwortliches Schnuppern in deiner Freizeit – eine wertvolle Entscheidungshilfe ist jedenfalls der Schnupperkalender der Kärntner Industrie, um den passenden Beruf und Schnupperbetrieb zu finden. Im Berufsorientierungsunterricht wirst du ihn sicherlich verwenden. Du musst dir jedenfalls keine Sorgen machen, dass du keinen Platz bekommst. 11.660 Schnuppertage werden für das nächste Schuljahr in der Kärntner Industrie angeboten. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein passender Lehrberuf für dich dabei ist, ist also sehr hoch.

Weder ein toller Film über den Beruf, noch Broschüren oder Flyer können solche praktischen Tage im Betrieb ersetzen. Die Schnupperlehre ist ein idealer Türöffner in eine Lehre hinein – der Großteil der Jugendlichen, die eine Lehre in der Industrie begonnen haben, haben vorher eine Schnupperlehre in dem betroffenen Unternehmen absolviert.