Zwei Technikerinnen mit großen Karrierechancen

Zwei Technikerinnen mit großen Karrierechancen

Die zwei jungen Technikerinnen Anita Virgolini (27) und Sandra Mack (29) absolvierten bei Infineon eine Lehre und zeigen, was für Mädchen alles möglich ist. Große Unterstützung vom Unternehmen Von der Industrielehre und Abendmatura zum Studium und die Karriereleiter hinauf: Anita Virgolini startete mit 16 ihre Lehre der Mechatronik und Elektrobetriebstechnik bei Infineon. Da die ganze Familie und auch Anita selbst technisch begabt ist, fühlte es sich einfach richtig an, sich für diesen Beruf zu interessieren. Den berufsbegleitenden Bachelor in Systems Engineering an der FH Kärnten hängte sie deshalb gleich nach der Matura an. Das Masterstudium in Electrical Energy und Mobility Systems folgte auf dem Fuß. Das Unternehmen half ihr bei Themen für die Abschlussarbeiten und kam ihr mit flexiblen Arbeitszeiten und auch finanziell entgegen. Besonders betont Anita, wie gut auch ihre Arbeitskollegen sie unterstützten. Heute arbeitet Anita in einem Team, das sich mit der Stabilität und Verbesserung der Herstellungsprozesse von elektronischen Bauteilen beschäftigt. Ein weiterer Aufstieg ist für sie keineswegs ausgeschlossen.  „Die beste Entscheidung meines Lebens“ Auch Sandra Mack startete mit einer technischen Lehre bei Infineon durch. Allerdings erst mit damals 22 Jahren, als sie Infineon durch einen Ferialjob kennenlernte. Sie blieb als Lehrling, und weil sie zuvor schon die […]

Beruf mit Frischluft-Garantie

Niko Taupe (17) wird bei der Kelag-Tochter KNG zum Elektrotechniker ausgebildet. Dabei stellt er unter anderem die Stromversorgung in der Region sicher. Und er ist täglich mit Freude dabei! Viel frische Luft während einer Industrielehre? Selbstverständlich geht das! Niko Taupe aus Wolfsberg ist das beste Beispiel dafür. Der 17-Jährige absolviert eine Lehre zum Elektrotechniker bei der Kärnten Netz Gmbh (KNG), einer Tochterfirma der Kärntner Elektrizitäts AG (Kelag). „Bei der Arbeit bin ich normalerweise draußen“, erzählt er. Mittel- und Niederspannungsleitungen bauen, Strommasten instand setzen, Leitungskabel legen, Trafostationen warten, das ist sein Metier. „Mit einer Partie von drei Leuten bin ich  eigentlich im ganzen Lavanttal unterwegs“, erzählt Niko. Mittlerweile ist er im dritten von dreieinhalb Lehrjahren. Er wird im Schwerpunkt „Energietechniker“ ausgebildet. Keine reine Männersache Für den Lehrling ist es kein Thema, auch mal bei Wind und Wetter draußen zu arbeiten. „Es ist immer eine Gaude mit den Kollegen und wir verstehen uns alle gut. Mir taugt diese Arbeit voll“, sagt er. Und sie ist längst keine reine Männersache mehr: „In meinem Lehrjahr sind auch zwei Mädchen“. Das Arbeiten mit Strom erfordert ein Maximum an Genauigkeit und Vorsicht. Das nötige Rüstzeug dafür bekommen Lehrlinge wie Niko während der fünf Monate Berufsschulzeit pro […]

Ein Praktiker mit Hausverstand

Christoph Schlintl (16) absolviert bei der SPRINGER Maschinenfabrik GmbH eine Doppellehre zum Metalltechniker und Technischen Zeichner. Er lernt Maschinenkomponenten zu planen und zu bauen. Und das weltweit, wenn er möchte. Die Arbeit mit Metall war Christoph Schlintl (16) schon vor Antritt seiner Lehre vertraut. Seine Familie besitzt einen landwirtschaftlichen Betrieb, der ältere Bruder ist auch Metalltechniker, also lag es für ihn nahe, sich für diesen Beruf zu interessieren. Nach einer Schnupperlehre bei der SPRINGER Maschinenfabrik GmbH in Friesach wusste er: Das passt! Im Rahmen einer Doppellehre lernt Christoph nun die Berufe Metalltechniker/in mit Schwerpunkt Maschinenbautechnik und Technische/r Zeichner/in. Derzeit befindet er sich am Beginn des zweiten von vier Lehrjahren. Erst händisch, dann maschinell Im ersten Lehrjahr ging’s für den Straßburger vorrangig darum, die Eigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten von Metallen möglichst praxisnah kennen zu lernen. Christoph hat also viel händisch gearbeitet, gefeilt, geschweißt und gesägt. „Im zweiten und dritten Lehrjahr wird dann vermehrt maschinell und computerunterstützt gearbeitet“, erzählt der Lehrling. Zugleich lernt er eine Menge über Maschinen und ihre einzelnen Komponenten, die er später fertigen und in große Anlagen einbauen können wird. Darum geht’s nämlich bei SPRINGER: Das Unternehmen plant, entwickelt und produziert seit 1952 maßgeschneiderte Maschinen und Förderanlagen für die holzverarbeitende […]

Ich hab mich gleich verliebt in diese Arbeit

Andrea Dörfler (22) arbeitet in der Pulverbeschichtungs-Abteilung bei Leeb Balkone. Durch die Lehre zur Oberflächentechnikerin hat sie ihren Traumberuf gefunden, der sowohl Kopfarbeit als auch Zupacken erfordert. Ein Beruf, bei dem man Kopf und Hände braucht. Das schwebte Andrea Dörfler (22) vor, als sie nach Abschluss der dreijährigen landwirtschaftlichen Fachschule einen Lehrplatz suchte. „Bloß nicht ins Büro“ – nach dieser Maxime ging sie bei der Suche vor. Und letztlich, nach einer Woche Schnupperlehre als Oberflächentechnikerin bei der Leeb Balkone GmbH in Gnesau, stand fest: Das wird’s! „Ich habe mich gleich verliebt in diese Arbeit“, erzählt die Sirnitzerin. Sie steht ihre Frau. Nun, nach dreieinhalb Jahren Lehrzeit, hat Andrea in der Pulverbeschichtung bereits die Funktion eines „Teampaten“ inne, „das ist vergleichbar mit einem Abteilungsleiter“. Dabei ist sie derzeit die einzige Frau im Team, was sie mit einem lapidaren „ich bin nicht schüchtern“ wegwischt. Außerdem: „Bei uns helfen sich alle gegenseitig. Die Kameradschaft im Team passt einfach gut.“ Ähnlich wie Lackieren. Als Oberflächentechnikerin ist sie im Unternehmen vor allem dafür zuständig, dass die produzierten Teile die jeweils richtige Beschichtung bekommen. Das heißt konkret: Täglich die Chemie prüfen, die Oberflächen von Fetten, Ölen oder Schmutz befreit. Korrosionsschutz sicherstellen und dann – teils automatisch, […]

Diese Lehre ist sehr abwechslungsreich

Valentina Plösch (20) wird bei der HIRSCH Armbänder GmbH in Klagenfurt zur Industriekauffrau ausgebildet. Sie mag die Vielfältigkeit ihrer Aufgabenbereiche. Und sie plant, nach der Lehre mit Matura noch ein Studium anzuhängen. Flexibilität schadet nie. „Vor kurzem haben wir auf ein neues Computersystem umgestellt. Schritt für Schritt lerne ich da immer neue Sachen dazu“, erzählt Valentina Plösch. Die 20-Jährige absolviert zurzeit eine Lehre zur Industriekauffrau bei der HIRSCH Armbänder GmbH in Klagenfurt. Nach einer dreijährigen, wirtschaftlichen Schulausbildung auf der Wi’mo Klagenfurt wollte die Unterkärntnerin noch eine Lehre drauflegen. Der Tipp einer Freundin, die bereits bei HIRSCH lernte, brachte sie auf das Kärntner Industrieunternehmen. „Nach der Schule war diese Berufsausbildung für mich einfach passend“, sagt Valentina. Sie hat sich für das Modell „Lehre mit Matura“ entschieden. Den Produktweg begleiten Valentina Plösch kümmert sich derzeit vor allem darum, dass die Uhrarmbänder exakt laut Bestellung zum Kunden gelangen. Das sind oft große, namhafte Uhrenhersteller im Ausland. Sie dokumentiert den Produktweg, pflegt alle Daten ins System ein, kümmert sich um etwaige Reklamationen. Wenn Kundenbesuche anberaumt sind, bereitet sie den Besprechungsraum vor. „Ich übernehme teils auch die Postbearbeitung und springe am Empfang ein, wenn es nötig ist“, erzählt sie. Der Job ist abwechslungsreich und das […]

IT ist schon jetzt überall

Martino Holzer (18) macht bei Flex in Althofen eine Doppellehre mit Matura zum IT-Techniker und Elektroniker. Im Herbst wird er einen Monat in der Konzernniederlassung in Liverpool arbeiten. Und auch sonst stehen dem jungen Kärntner alle Wege offen. Da sieht man wieder, wozu Computerspielen gut sein kann! Martino Holzer (18) aus Althofen war schon als Kind fasziniert von der Computerwelt. Neben dem Spielen entwickelte er aus Eigeninteresse so viel Verständnis für die in den Geräten ablaufenden Prozesse, dass ihn schon bald die Nachbarn bei ihren Computerproblemen um Rat fragten. Matura und Gehalt Irgendwie war’s also naheliegend, dass Martino später „etwas mit Computern“ machen will. Geworden ist’s eine Doppellehre in IT-Technik und Elektronik beim Technologieunternehmen Flex in Althofen. Martino ist jetzt im zweiten von vier Lehrjahren, er macht die Lehre mit Matura, das war für ihn und seine Lebensplanung sogar Bedingung. Zugleich freut er sich darüber, dass er so schon während seiner Ausbildungszeit sein eigenes Geld verdienen kann. Alles wird digital Dass der Kärntner mit diesem Weg auf ein absolutes Zukunftsthema setzt, ist ihm freilich bewusst: „Da muss man nur Eins und Eins zusammenzählen. Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen voran, IT ist schon heute überall.“ Mit Flex hat Martino einen […]

Sie geht den Dingen auf den Grund

Bettina Weitlaner (22) absolviert eine Doppellehre zur Labortechnikerin/Chemieverfahrenstechnikerin bei der Treibacher Industrie AG. Mit ihrem besonnenen Wesen und ihrem starken Praxisbezug ist sie für diesen Beruf wie gemacht. Bettina Weitlaner bewegt sich im Labor schon wie ein absoluter Profi. Vollkommen ruhig und zugleich hochkonzentriert hantiert sie mit den fragilen Instrumenten und verschiedenen Flüssigkeiten. Da sitzt jeder einzelne Handgriff. „Ja, eine gewisse Ruhe und Genauigkeit braucht man schon“, bestätigt sie. Praxisbezogen Derzeit absolviert die 22-Jährige ihr zweites Lehrjahr der Doppellehre „Labortechnik/Chemieverfahrenstechnik“ bei der Treibacher Industrie AG in Althofen. Nach der Matura an der HBLA Pitzelstätten war für Bettina klar: „Ich bin ein praxisbezogener Mensch, da passt eine Berufsausbildung besser als ein Studium.“ Den Laborunterricht an der Schule fand sie immer hochinteressant, also bewarb sie sich für eine Lehrstelle bei Treibacher. „Ich wurde gleich aufgenommen“, lächelt die Ebenthalerin. LabortechnikerInnen liefern Expertise Binnen der vier Lehrjahre wird sie alle Abteilungen des Industrieunternehmens durchlaufen. Nachdem hier zu Pulver oder Legierungen vorverarbeitete Rohstoffe für verschiedene Branchen wie Bau, Flugzeugbau oder Pharmazie hergestellt werden, braucht es ständig LabortechnikerInnen, die den gesamten Produktionsprozess mit ihrem Fachwissen begleiten und überwachen. Start im Lehrlabor „Am Anfang hatten wir viele Sicherheitsschulungen. Und wir lernen alles von Grund auf im Lehrlabor […]

Ich wollte schon immer mit Holz arbeiten

Sandro Pacher (18) absolviert eine Lehre zum Holztechniker beim Holzindustrieunternehmen Hasslacher Norica Timber. Der Werkstoff an sich und die gute Kameradschaft im Betrieb gefallen ihm dabei besonders. Das Arbeiten mit Holz hat Sandro Pacher immer fasziniert, schon während seiner Schulzeit an der landwirtschaftlichen Fachschule. Eigentlich war er ursprünglich auf der Suche nach einer offenen Lehrstelle als Zimmerer, aber dann ergab sich etwas noch Besseres. Bei einem Praktikum konnte er ins Holzindustrieunternehmen Hasslacher Norica Timber in Sachsenburg hineinschnuppern. Und es gefiel ihm so gut, dass er gerne länger bleiben wollte. Nun absolviert er im Unternehmen die Lehre zum Holztechniker und steht bereits im zweiten Lehrjahr. Maschinelle und händische Arbeit In den ersten beiden Jahren hat sich der 18-Jährige beispielsweise umfassend mit der Herstellung von Brettschichtholz beschäftigt. Das sind gehobelte und miteinander verleimte Brettschichten, die zu langen, genormten Balken verarbeitet werden und das Grundmaterial für viele Holzbaukonstruktionen sind. Für die automatisierte, schrittweise Herstellung von Leimbindern in Eins-A-Qualität sind verschiedenste und sehr große Maschinen notwendig, die Sandro mittlerweile alle bedienen, überwachen und warten kann. Das reicht vom Schneiden, Hobeln und Pressen übers Schleifen, Streichen und Kranfahren bis hin zum Abbinden. Teilweise ist freilich auch händische Arbeit gefragt. Die Abbindemaschine ist Sandros bisheriger Lieblingsplatz, „weil […]

Mit dieser Ausbildung werde ich immer einen Job finden

Patricia Jelovcan (25) absolviert bei LAM Research in Villach eine Lehre zur Mechatronikerin. Ihr gefällt, dass sie dabei täglich auf neue Fragestellungen stößt. Und dass sie wider Erwarten in einem technischen Beruf gelandet ist. Patricia Jelovcan macht eine Lehre zur Mechatronikerin bei LAM Research in Villach Nicht im Traum hätte Patricia Jelovcan vor wenigen Jahren gedacht, dass sie sich einmal zur Mechatronikerin ausbilden lassen würde. „Mit Technik hatte ich gar nichts am Hut. Nach der Unterstufe habe ich mir damals alle höheren Schulen in Villach angeschaut – außer die HTL“, schmunzelt die 25-Jährige. Ein paar Jahre hatte später sie die Matura an der CHS Villach in der Tasche und wollte eigentlich in einer Bank arbeiten. Dass sich damals keine passende Stelle fand, war im Nachhinein gesehen ein Segen. Denn so kam Patricia schließlich zu der Chance, beim Industrieunternehmen LAM Research eine Mechatronik-Lehre zu beginnen. Heute, im 3. Lehrjahr, sagt Patricia: „Hier wird die Arbeit nie langweilig, ich lerne jeden Tag was Neues.“ Zusatz: „Und auch falls ich später einmal Familie und Kinder habe – in diesem Beruf werde ich trotzdem immer einen gutbezahlten Job finden.“ Mechatronik ist überall Patricia lernt, wie man mechatronische Systeme baut, in Betrieb nimmt, wartet und […]

Die Kunst, mit Kunststoff zu arbeiten

Sandra Malej macht bei „Mahle Filtersysteme Austria GmbH“ in St. Michael eine Doppellehre in „Kunststoffformgeber/Werkzeugbautechnik“. Für die kreative 16-Jährige der perfekte Job. Vor allem, weil sie schon viel weiter denkt. So richtig bewusst geworden ist ihr das allerdings erst bei den Schnuppertagen, die sie als 14-jährige Schülerin zum Industrieunternehmen „Mahle Filtersysteme Austria GmbH“ in St. Michael führten. „Da durften wir ein wenig schweißen, feilen und mit Kunststoffen arbeiten, und ich habe gemerkt: Das taugt mir richtig gut!“ Kunststoff und Metall Insofern ist es nur konsequent, dass Sandra Malej mittlerweile bei Mahle im ersten Lehrjahr steht. Sie wird hier vier Jahre lang im Doppelberuf „Kunststoffformgeber/Werkzeugbautechnik“ ausgebildet, das ist eine erweiterte Fassung des Kunststofftechnikers. Konkret bedeutet das: Sandra erlernt die Herstellung von Kunststoffmodulen genauso wie das Bauen von entsprechenden Werkzeugen und Anlagen. Lehrwerkstätte zum Üben Und das von der Pike auf, wie man so schön sagt. In der Lehrlingswerkstätte geht’s für die neuen Lehrlinge erst mal darum, ein Gespür für Kunststoffe und Metall zu bekommen. „Bis jetzt habe ich viel gefeilt und Techniken gelernt wie Kunststoff-Schweißen, Drehen oder Fräsen“, erzählt Sandra. Am Anfang wird alles von Hand gemacht, damit das Hantieren mit dem Stoffen und Werkzeugen in Fleisch und Blut übergeht. Teils […]