Warum Berufsorientierung (auch) Elternsache ist!

Mrz 13, 2019 Alle

Ein erfülltes Berufsleben mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Wünscht sich das nicht jede Mutter und jeder Vater fürs eigene Kind? Insofern spielen die Eltern in der Berufsorientierung eine sehr wichtige Rolle. Sie können zum Beispiel folgendes tun: die Jugendlichen beim Sammeln von Informationen unterstützen, offene Fragen zu Berufsbildern klären helfen, gemeinsam nach Lehrstellen suchen. So klappt der Start ins Berufsleben und das Kind bleibt motiviert.

Leider denken beim Stichwort „Berufsorientierung“ viele: Das passiert eh in der Schule. Eltern fühlen sich oft nicht kompetent genug: „Ich kenne mich mit den heutigen Berufen zu wenig aus“ ist häufig das Argument, sich erst gar nicht groß einzumischen.

 

Infos zu Lehrberufen aktiv einholen!

Aber: Die Eltern sind die wichtigsten Instanzen im Leben eines Heranwachsenden. Sie kennen ihr Kind, dessen Interessen und Talente am allerbesten. Es lohnt sich also, die Suche nach dem idealen Beruf gemeinsam und ganz aktiv anzupacken. Möglichkeiten gibt es nämlich genug. Zum Beispiel:

Eine gemeinsame Internetrecherche
Zu vielen Berufsbildern gibt es heute schon Videos oder haufenweise Infomaterial im Internet. Einfach mal Googeln schadet in diesem Fall sicher nicht.

Bekannte zu ihren Jobs befragen
Der Onkel ist Elektroinstallateur? Die Nachbarin arbeitet im Vertrieb einer großen Firma? Warum nicht gemeinsam mit dem Jugendlichen über Arbeitsalltag, Aufgaben und Voraussetzungen plaudern? So kommt Leben in die trockenen Beschreibungen aus dem Internet.

Messen & Infotermine besuchen
Die 1.Kärntner Lehrlingsmesse in Klagenfurt Anfang des Jahres war so eine Gelegenheit, schnell viele Infos zu bekommen. Ende Jänner 2020 gibt es sie wieder. Man kann auch Angebote zur Berufsberatung, etwa von Wirtschaftskammer oder AMS, wahrnehmen.

Eine Schnupperlehre vereinbaren
Einen interessanten Betrieb lernt man am besten im Rahmen einer Schnupperlehre kennen. Die kann, aber sie muss nicht über die Schule organisiert werden. Auch Anfragen von Eltern für ihre Kinder sind immer willkommen. Die Adressen möglicher Kärntner Industriebetriebe samt dazugehöriger Ansprechpartner gibt’s auf der INLEHRE Webseite!

Schnupperlehre & Berufspraktische Tage in den Kärntner Industrie #inLehre

Berufsorientierung nicht der Schule überlassen

Eigeninitiative und Engagement ist also gefragt, auch von den Eltern. Aber bitte immer an der langen Leine! Eine Berufswahl ist nicht dazu da, die Erwartungshaltungen der Eltern zu erfüllen. Zu hoch gesteckte Ziele sind genauso wenig angebracht wie zu tief angesetzte. Orientieren Sie sich an den Talenten und Neigungen Ihrer Kinder! Dank Lehre mit Matura, der Chance auf ein anschließendes Studium oder eine spätere berufliche Umorientierung ist nichts für immer in Stein gemeißelt. Fast alle Wege bleiben offen. Zu guter Letzt: Niemand kennt ein Kind so gut wie seine eigenen Eltern. Und niemand will so sehr, dass seine Zukunft gelingt. Ist das nicht der beste Grund, auch in Fragen der Berufswahl ein verantwortungsvoller Begleiter seines Kindes zu sein?

Fazit

Eltern sollten die Frage einer möglichen beruflichen Zukunft ihres Kindes nicht allein der Schule überlassen. Besser ist es, sich als Familie gemeinsam gründlich umzusehen. Ob Internet, Messen oder Auskunftspersonen: Die Infos über Lehrberufe sind schon alle da. Man muss sie sich nur abholen.

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